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Prävention im Körper-Seele-Geist-Verständnis

Sharema Dr. Börger • 19. November 2023

Spiritualität als Basis für Prävention


Prävention ist heutzutage in aller Munde und wird von vielen Menschen praktiziert. Häufig werden die Gesundheitsempfehlungen als zu-sätzliche Aufgabe, Belastung oder sogar Stress empfunden, die es abzuarbeiten gilt. Präventionsbemühungen in solch einem Verständnis halte ich nicht für förderlich. Daher stelle ich Ihnen hier einen Ansatz vor, der sich mir seit Beginn meiner ärztlichen Tätigkeit 1992 nach und nach erschlossen hat und der stressfrei funktionieren kann.


Ganzheitliche Prävention stellt die Individualität eines jeden Menschen in den Mittelpunkt und berücksichtigt das Zusammen-spiel von Körper, Seele und Geist. Dabei ist Spiritualität ein wesentlicher Faktor, auch für Gesundheit und Wohlbefinden. Um dies in sein Leben zu integrieren, bedarf es der Bereitschaft, sich und sein Leben liebevoll zu leben. Folgendes Zitat von Steed Dölger verdeutlicht dies sehr gut:


„Die wahre Heilung des Menschen geschieht stets in Liebe. Die wahre Heilung des Menschen ist stets eine Heilung für den Menschen, für die Mensch-heit, für die Erde und den ganzen Kosmos. Diese Heilung ist äußerst machtvoll und erweckt die Freude und die Liebe in Dir. Diese Heilung führt Dich zu der Ein-Sicht allen Verbundenseins“ (aus [1]).


Es gibt viele Arten von Liebe: die Mutterliebe, die partnerschaftliche Liebe, die Liebe unter Freunden, die Liebe zur Natur, zu Hobbies... Immer wenn sich das Herz öffnet, fühlen wir Liebe. Wenn wir lieben sind wir nicht ängst-lich oder ablehnend, sind nicht im Stress und können uns und andere so akzeptieren, wie wir/sie gerade sind.


Und es gibt die Selbstliebe, die vielen Men-schen nicht so leicht fällt. Sich selbst zu lieben oder zu akzeptieren und zu mögen oder sich selbst etwas Gutes zu tun, wird zum Teil ausgespart. Und doch liegt genau hier der Schlüssel für Wohlbefinden und Zufriedenheit. Denn je mehr sich ein Mensch akzeptiert, mag, liebt und damit die eigenen Grenzen selbstverständlich achtet und seine Bedürfnisse anerkennt, desto eher wird er anderen Menschen dasselbe zugestehen.


Wie kann Prävention in Liebe aussehen?


Ihr Körper ist ein Kunstwerk!


Er regelt so viele Dinge einfach selbstständig: Er steuert automatisch Herzfrequenz, Stärke des Herzschlags, Blutdruck, Atmung, Verdauung, Körpertemperatur, Schlaf-Wach-Rhythmus, Muskelaktivität und vieles mehr. Die Prozesse laufen unbewusst Sie müssen sich nicht darum kümmern. Erst wenn Sie Ihren Körper spüren, stimmt meistens irgendetwas nicht: Sie spüren Ihr Herz klopfen oder rasen, frieren, haben Verdauungsbeschwerden, können sich nicht mehr bewegen, etc…
Und Ihr Körper kann noch mehr: Er „weiß“, welche Bausteine für eine optimale Körper-tätigkeit fehlen und transferiert dieses Wis-sen durch die einzigartige Fähigkeit, Ihnen Appetit auf genau die Lebensmittel zu ver-mitteln, die diese Stoffe enthalten!
Aber Achtung: Wenn Ihr Körper lange einen benötigten Stoff nicht bekommen hat, weicht er auf andere Lebensmittel aus, die diesen oder einen ähnlichen Stoff enthal-ten. Diese Ausweichlebensmittel müssen nicht unbedingt gesundheitsförderlich sein. Zur Identifizierung dieser Mechanismen braucht es etwas Geduld und Entdeckergeist.


Wunden heilen von selbst!


Über kleine Verletzungen denken Sie wahrscheinlich gar nicht nach. Möglicherweise bemerken Sie diese nicht einmal. So selbst-verständlich funktionieren die Selbstheilungskräfte des Körpers. Auch bei großen Wunden, beispielsweise einem Beinbruch, funktioniert dieser Mechanismus reibungslos: Die Ärzte schienen oder operieren die Knochen und platzieren diese in die optimale Stellung. Die Heilung des Gewebes geschieht durch die dem Körper innewohnen-de Weisheit. Auch darum müssen Sie sich keine Gedanken machen.


Ihr Körper ist ein williger Befehlsempfänger Er befolgt Ihre Anweisungen: denken, sprechen, gehen, das Geld im Supermarkt an der Kasse nachzählen, ins Auto einsteigen, essen, trinken. Der Körper bewertet nicht. Er denkt nicht darüber nach, ob die Umsetzung dieser Anweisung aus gesundheitlicher Sicht Sinn macht oder nicht. Er tut es einfach. Der Körper verzeiht!


Nach ausgiebigen Trinkgelagen oder überreichlichen Festessen mag Ihr Körper kurzfristig eine Erholungszeit einfordern, aber nach wenigen Stunden oder Tagen sind Sie wieder fit und leistungsfähig.


Ihr Körper ist Ihr Freund


Diese immense Weisheit wohnt Ihrem Kör-per inne. Sie müssen sich nicht aktiv darum kümmern. Ihr Körper tut Ihnen gute Dienste. Genauso wie eine Freundschaft geachtet und gepflegt werden will, so können Sie Ihren Körper als Freund betrachten und ihn achten und pflegen. Sie können beginnen, die innewohnende Körperweisheit zu verstehen und für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden zu nutzen, Dies bedarf einer Entscheidung hin zur individuellen Wahrnehmung und Gestaltung.


Nun ist genau das allerdings nicht so einfach in einer Welt des boomenden Gesundheitsmarkts mit tausenden Expertenmeinungen und Mengen an Studien, die das ein oder andere Vorgehen belegen und/oder sogar dringend empfehlen – mit den besten Erfahrungsberichten der jeweiligen Nutzer. Ich persönlich glaube, dass diese Meinungen, Studien usw. wahrscheinlich alle mehr oder weniger ihre Richtigkeit haben. Jedoch eignen sie sich nicht für jeden Körper!


Auch wenn unsere Körper anatomisch vergleichbar aufgebaut sind, auch wenn un-sere Zellen vergleichbar funktionieren, gibt es doch im Feintuning gewaltige Un-terschiede:


  • Warum erkältet sich ein Mensch im Herbst immer und immer wieder, wäh-rend ein anderer auch in überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln keinen Schnupfen bekommt bei ansonsten ähnli-chem Lebens- und Ernährungsstil?
  • Warum verträgt ein Mensch bestimmte Lebensmittel und der andere nicht – bei sonst vergleichbarem Lebens- und Ernährungsstil? Warum kann Kaffee für den einen Gift, für den anderen ein Heilmittel sein?


Darüberhinaus hat auch die individuelle Lebenslage eine immense Wirkung auf unsere Gesundheit:


  • Während beispielsweise in einem Jahr der Appetit auf Äpfel groß ist, mag dieser Mensch im nächsten Jahr kaum noch Obst essen.
  • Während ein Mensch jahrelang erst spät schlafen geht, sieht es im nächsten Jahr ganz anders aus und er legt sich deutlich früher zur Ruhe.

Diese Listen können um viele weitere Bei-spiele ergänzt werden. So kann es in mei-nem ganzheitlichen Verständnis des Menschen, im hier vorgestellten Körper-Seele-Geist-Verständnis, keine allgemein gültigen Empfehlungen geben.


Ähnliches gilt für die Themen Entspannung, Bewegung oder emotionale Balance: Wenn Sie Ihren Körper als Freund betrachten, gönnen Sie ihm Entspannungsphasen. Denn der natürliche Wechsel von Anspannung und Entspannung führt zu einem harmoni-schen Gleichgewicht und im Endeffekt zu Frische und Wohlbefinden. Auch beim Thema Entspannung gibt es individuelle Vorlie-ben und auch Lebensphasen-spezifischen Bedarf. So ist auch hier Individualität gefragt. Nehmen Sie sich die Zeit und finden Sie Ihre gerade passende Möglichkeit zu entspannen.


Manche Körper brauchen viel Bewegung, manche Höchstbelastungen, manche Aus-dauersport, andere eher Yoga/Gymnastik o. Ä. Manche Körper brauchen wenig Bewegung. Manchmal brauchen Körper einfach Ruhe. Manche Körper brauchen viel Schlaf, andere wenig. Auch hier sind Sie ge-fragt. Finden Sie heraus, was für Sie in wel-chem Augenblick sinnvoll ist.


Körperweisheit ist eine sehr individuelle Angelegenheit.


Wer kennt Ihren Körper länger als Sie selbst? Und wer kann Auswirkungen besser beurteilen als Sie selbst? Die Entscheidung, Ihren Körper als Freund zu betrachten, können Sie jederzeit treffen und mit einer Schulung der Aufmerksamkeit und einer Sensibilisierung für den Körper und seine Bedürfnisse beginnen. Hier sind einige allgemeine Tipps:


  • Essen Sie nur solange Sie Hunger haben. Wenn Sie satt sind, signalisiert Ihnen Ihr Körper, es ist genug. Hören Sie auf ihn.
  • Essen Sie nur das, was Ihnen gut bekommt und was Sie stärkt. Alles andere lassen Sie einfach weg.
    Bewegen Sie sich nur, wenn Sie das Bedürfnis verspüren. Wenn Sie sich müde und erschöpft fühlen, gönnen Sie Ihrem Körper Ruhe.
  • Achten Sie auf ausreichende Entspan-nungszeiten und schauen Sie, ob Sie anschließend wirklich entspannt und frisch sind oder ob sie nur kurzfristig, aus dem Sumpf des Stresses auftauchend, wieder Luft bekommen.
  • Wenn Sie zur zweiten Variante gehören, brauchen Sie wahrscheinlich eine längerfristige Auszeit.
  • Schauen Sie, wie Sie auf Geräusche oder Musik reagieren. Brauchen Sie Zeiten der Stille? Fühlen Sie sich wohl, wenn in Geschäften oder Restaurant Musik läuft?Sind Sie anschließend erfrischt oder eher gestresst?
  • Überlegen Sie bei nächster Ge-legenheit, welche Geschäfte oder Restau-rant Sie wählen.
  • Wenn Sie krank werden oder sind, lassen Sie eine Diagnose stellen und gehen Sie zu verschiedenen Therapeuten mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden. Lassen Sie sich beraten, ggf. probieren Sie die Behandlungen aus. Dann schlafen Sie ein paar Nächte darüber und entscheiden, welche Behandlungsmethode für Sie die richtige ist.


Wenn Sie Widerstände entwickeln und Dinge, obwohl Sie sie als gut und richtig für sich erkannt haben, nicht umsetzen, schauen Sie sich Ihre Emotionen genauer an. Denn Widerstand hat seine Ursache meistens im Bereich der emotionalen Regulationsfähigkeit.


Die Gemeinsamkeit aller Empfehlungen liegt darin, liebevoll und fürsorgend auf sich selbst zu schauen. Sie stellen sich wieder in den Mittelpunkt Ihres Lebens.


Prävention im Körper-Seele-Geist-Verständ-nis vermittelt die Idee, die innere Stimme wieder zu hören und ihr zu vertrauen. Sie können es sich wie einen inneren Heiler vorstellen, eine Instanz, die Ihren Weg in die Heilung kennt. Nun sind wir wieder bei der Spiritualität und der Liebe angekommen:


„Die wahre Heilung des Menschen geschieht stets in Liebe.“


Fazit


Prävention im Körper-Seele-Geist-Verständnis bezieht die Spiritualität als wesentlichen Faktor ganzheitlichen Heilens in Ideen und Empfehlungen ein. In diesem Sinne geschieht Heilung immer in Liebe. Der Körper wird als Freund betrachtet, der als Kunstwerk in seinem eigenen (Körper-)Bewusst-sein die körperlichen Vorgänge selbstständig steuert. Erst wenn etwas nicht funktioniert, wenn Symptome auftreten, fällt er in den Fokus der Aufmerksamkeit.


Exemplarisch sind einige Möglichkeiten auf-geführt, mit denen jeder Mensch beginnen kann, liebevoll und aufmerksam die indivi-duellen Bedürfnisse seines Körpers wahrzu-nehmen und sie ggf. umzusetzen.


Dieser Artikel erschien im November 2019 im Naturheilkunde Journal.


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von Sharema Dr. Börger 21. März 2025
Mittlerweile gibt es viele Studien, die zeigen, dass positives Denken einen positiven Einfluss auf die Gesundheit haben können. Viele Menschen haben positives Denken als Hilfe zu Wohlbefinden und Erfolg schon ausprobiert: manchmal funktioniert´s und manchmal eben nicht. Positive, wohlwollende, aufbauende Gedanken zu denken ist relativ einfach bei einer positiven, freundlichen, das Leben bejahenden Grundeinstellung. Doch versuchen Sie mal positive Gedanken zu denken, wenn Sie gerade wütend, zornig, traurig, angstvoll…. sind. Das ist manchmal alles andere als einfach. Negative Gedanken haben dann die Oberhand. Was können Sie tun? Als Sofortmaßnahme können Sie Ihren Verstand ablenken und mit neutralen oder aufbauenden Infos füttern, beispielsweise 🌱 Ihren Atem beobachten ohne ihn zu beeinflussen (Sie können dabei Ihren Atem kommentieren: jetzt atme ich gerade ein, jetzt atme ich gerade aus.) 🌱 den gute n Ratschlag vieler Großeltern befolgen, nämlich „Schäfchen zählen“ (Das funktioniert nicht nur zum Einschlafen.) 🌱 den Raum wechseln, beispielsweise zur Toilette gehen, 🌱 sich bewegen, je nach Bedarf mehr oder weniger intensiv, 🌱 sich mit der neusten Mode oder dem nächsten Urlaubsziel beschäftigen, oder was auch immer Sie gerade inspiriert. Egal was, Hauptsache Ihr Kopf ist anderweitig beschäftigt. Auf langfristige Sicht ist es hilfreich, Ihre Lebenseinstellung in Bezug auf das aktuelle Thema unter die Lupe zu nehmen. Hier spielen Glaubenssätze ein große Rolle. Glaubenssätze sind Gedanken, die wir glauben. Häufig sind Glaubenssätze als Automatismen abgelegt, so dass sie nicht jederzeit neu überprüft, sondern direkt angewendet werden. Sie basieren auf früheren Erlebnissen und haben eine negative oder eine positive Couleur. Meistens werden sie unumstößlich als RICHTIG angenommen, bewertet und meistens auch verteidigt. Menschen mit positiven Glaubenssätzen sind einfach nicht davon abzubringen, das Leben immer konstruktiv und positiv zu sehen 😀, egal was passiert. In den meisten Fällen haben Glaubenssätze jedoch eine negative Schwingung und „warnen oder beschützen“ vor einer vermeintlich wahrgenommenen Gefahr. Bei gesundheitlichen Beschwerden oder manifesten Krankheiten finden sich häufig negative Glaubenssätze in Bezug auf die Krankheit oder die Genesung. Daher kann es sehr hilfreich sein, diese zu identifizieren und aufzulösen. Damit ändern Sie nicht nur einen Glaubenssatz in Richtung Gesundheit, sondern auch Ihre Lebenseinstellung hin zu mehr Wohlbefinden und Gesundheit. Hier können Sie über das Kontaktformular einen Termin vereinbaren.
von Sharema Dr. Börger 9. März 2025
Wenn Sie gut schlafen und entspannen können, sind Sie fitter und wahrscheinlich auch freudiger in Ihrer Alltagsbewältigung. Wenn Ihre Verdauung gut funktioniert, sind Sie wahrscheinlich offener für Neues. Wenn Sie schmerzfrei sind, sind Sie eher bereit für Bewegung und Spiel. Wenn Ihr Blutdruck im Normbereich liegt, regeln Sie auch bei Aufregung Ihre Angelegenheit sorgenfrei und dementsprechend souveräner. Wenn Ihre Bronchien und Lungen gut funktionieren, bekommen Sie gut Luft und sind dementsprechend agiler. Wenn Sie zufrieden sind, sind Sie entspannter im Alltag und können so mehr Kraft entfalten. Wenn Sie glücklich sind, haben Nörgler und Pessimisten keine Macht. Wenn Sie emotional ausgeglichen sind, leben Sie harmonischer und friedvoller. Diese Liste läßt sich weiter fortsetzen... Das Schöne ist:
 Viele dieser Dinge können Sie mit natürlichen Mitteln, Therapiemethoden und Lebenseinstellungen herbeiführen. - je nach Beschwerdebild und Konstitution - Vielleicht brauchen Sie Mineralien, Spurenelemente und/oder Vitamine. Vielleicht brauchen Sie eine Darmsanierung. Vielleicht hilft ein homöopathisches oder pflanzliches Mittel. Vielleicht hilft ein Atemtraining. Vielleicht hilft ein "Höhentraining" . Vielleicht hilft eine Infusionstherapie . Vielleicht helfen einige Entspannungsübungen. Fit und leistungsfähig mit natürlichen Mitteln Ein Erstgespräch/Erstuntersuchung (VNS-Analyse) in der Praxis kann Aufschluss geben, ob und in welchem Ausmaß Sie Ihre Gesundheit auf natürliche Art und Weise verbessern können. Erstgespräche und/oder Behandlungen sind je nach Beschwerdebild und notwendigen Maßnahmen auch per Videosprechstunde möglich, s. Kontaktseite.
von Sharema Dr. Börger 2. Februar 2025
Wie ist es möglich, in der heutigen, stressigen Zeit ruhig im Kopf, aufmerksam, konzentriert und körperlich leistungsfähig zu sein? Haben Sie dabei jemals auf Ihren Atem geachtet? Wahrscheinlich atmen Sie im Stress schnell? durch den Mund? laut? Vielleicht atmen Sie sogar hektisch? Vielleicht müssen Sie oft tief durchatmen oder seufzen? Das sind Erste-Hilfe-Maßnahmen Ihres Körpers zur Stressbewältigung. Diese laufen automatisiert, also ohne Ihr bewusstes Zutun. Über das vegetative Nervensystem produziert der Körper immer den best möglichen Output. Das ist der Status Quo. Wenn Sie etwas ändern wollen, können Sie Ihre Atmung nutzen. Die Atmung wird einerseits zwar unbewusst gesteuert , andererseits haben Sie die Möglichkeit, ebenfalls WILLENTLICH Einfluss zu nehmen , indem Sie anders atmen. (Das funktioniert bei anderen vegetativen Funktionen nicht. Sie können nicht willentlich Ihren Herzschlag verändern, Ihren Blutdruck senken oder Ihre Magen-Darm-Tätigkeit/Ihren Schlaf oder Ihre Temperaturregulation verbessern-außer Sie sind Yogi mit den entsprechenden Fähigkeiten😀.) Ihr Körper reagiert auf die Veränderung Ihres Atmens! Wenn Sie Ihren Atem beruhigen, wird sich auch der Körper beruhigen. Wenn Sie leise atmen, wird es ruhiger werden. Wenn Sie langsam, sanft und tief atmen, werden Sie entspannter werden… Diese Veränderungen geschehen nicht, indem Sie darüber nachdenken. Sie wollen geübt und angewendet werden. Sie können mit den zwei wesentlichen Übungen beginnen: 1) Atmen Sie durch die Nase - immer, auch nachts, auch bei körperlicher Belastung. Wenn es zu anstrengend ist, machen Sie langsamer. 2) Atmen Sie, indem Ihr Bauch sich beim Einatmen nach außen vorwölbt und beim Ausatmen wieder nach Innen zieht. Diese Anleitungen klingen so einfach. Viele Menschen haben zu Beginn jedoch Schwierigkeiten in der Umsetzung. Es braucht häufig Anleitung und eine wenig Unterstützung, um „dran zu bleiben“. Doch - es lohnt sich. Einmal im Kopf verstanden und im Körper gespürt ist es einfacher, diese wunderbare Regulationsmöglichkeit immer wieder oder sogar regelmäßig zu nutzen: Sie können jederzeit über die Atmung ruhiger und entspannter werden. Dies führt häufig zur Verbesserung körperlicher Beschwerden und hilft bei der Regulation emotionaler Belastungen. Wenn Sie Möglichkeiten der Begleitung kennenlernen wollen, lesen Sie gern weiter: IH(H)T-„Höhentraining“ Atemtherapie Atemseminare finden regelmäßig statt. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte über das Kontaktformular.
von Sharema Dr. Börger 26. Januar 2025
Großartige Leistungen zu erbringen ist möglich. Viel zu arbeiten und gleichzeitig fit und leistungsfähig zu sein ist möglich. Das hat wenig mit der Menge der Arbeit zu tun. Es geht vielmehr um - den Sinn, den Sie in Ihrer Arbeit sehen, - den Sinn, den Sie Ihrer Arbeit geben, - Anwenden und Umsetzen Ihrer eigenen Werte in der Arbeit, - die Freude am Tun. Wenn Sie diese Punkte berücksichtigen, nehmen Sie sich als Person wieder wichtig. Sie richten Ihre Arbeit nach den eigenen Bedürfnissen und Ansprüchen aus. Sie meistern entspannter Ihren Alltag und erinnern und nutzen Ihre körperlichen und emotionalen Ressourcen. Sie beginnen sich wieder wohl und glücklich zu fühlen in Ihrem Leben . Sie erkennen Ihren Platz. Sie bleiben an Ihrem Platz, Oder Sie nehmen Veränderungen vor, wann immer es nötig ist… Stellen Sie sich vor, Sie haben eine Arbeit, - die Sie erfüllt, - die Sie gern verrichten, - in der Sie Ihre eigenen Vorstellungen und Werte leben und anwenden können, - in der Sie einen Sinn sehen, - für die Sie gern morgens aufstehen…. Stellen Sie sich vor, Sie sind morgens nach dem Aufwachen erholt, ausgeglichen, glücklich, fit und freuen sich auf den (Arbeits-)Tag. Wenn Sie beseelt sind von einer Idee, werden Sie Kraft haben, täglich außerordentlich viele Stunden zu arbeiten, einfach weil Sie Ihre Idee verwirklichen wollen. Das muss aber nicht sein. Wenn Sie Ihre Arbeit im Einklang mit den o.g. Punkten verrichten, werden Sie bald wieder in der Lage, die Leistung zu erbringen, die Ihnen entspricht. Den Beginn kennzeichnet häufig die Entscheidung: So zu leben und zu arbeiten, wie es Ihnen von Herzen entspricht. Vorbei ist die Zeit, in der Sie trotz größter Willensanstrengung nicht mehr die Leistung erbracht haben, die Sie von sich gewohnt waren. Jetzt haben sie sich entschieden, i m Einklang mit sich selbst, mit Ihren Werten, Vorstellungen und Ihrem Körper ein glückliches und erfülltes Leben zu leben. Hilfreich bei der Umsetzung dieser Ideen im Alltag ist eine einfache Untersuchung in der Praxis, die VNS-Analyse. Sie gibt Hinweise auf die Belastung Ihres Körpers und zeigt gleichzeitig auf, wie gut Sie auftretenden Stress regulieren können. Ausgehend von dem Befund kann das weitere Vorgehen geplant werden. VNS-Analyse Blog Außer Atem vom Treppensteigen? IHHT -Höhentraining Atemtherapie
von Sharema Dr. Börger 30. Dezember 2024
Möchten Sie sich selber mehr um Ihre Gesundheit kümmern? Möchten Sie abnehmen? Fitter werden? Mehr Luft bekommen? Einen Krankheitsprozess mit natürlichen Mitteln unterstützen? Sie können direkt beginnen - ohne Zeitaufwand, ohne jedes Mal Geld in die Hand nehmen zu müssen. Kann es denn so einfach sein? JA - - mit bewusstem Atmen auf eine bestimmte Art und Weise. Warum kann bewusstes Atmen der Game-Changer sein? Dazu streifen wir kurz und vereinfacht die Biochemie des Körpers. Es geht um den pH-Wert, der das Säure-Base-Gleichgewicht im Körper regelt. Dieses wiederum hat. Mt der Wasserstoffionenkonzentration zu tun. Der pH-Wert muss für optimale Körperfunktionen in einem sehr engen Bereich konstant gehalten werden. Dafür stehen dem Körper sog. Puffersystem zur Verfügung, die Abweichungen auffangen und den pH-Wert trotz Belastungen für lange Zeit stabil halten können. Ein großes Puffersystem im Körper ist der Bicarbonatpuffer. Hier geht es um die chemischen Umwandlungen von Bicarbonat zu Wasser und Kohlendioxid und wieder zurück. Genau hier kommt die Atmung ins Spiel: Über Ihre Atmung können Sie innerhalb von Millisekunden die CO2-Konzentration und die Konzentration Ihrer Wasserstoffionen im Körper verändern. Das hat Auswirkungen auf Ihren pH-Wert und damit für alle Stoffwechselvorgänge, für die hormonelle Aktivität, für die Eiweißverwertung, für den Ionenaustausch, etc. Sie brauchen die chemischen Zusammenhänge nicht zu verstehen, um mit Ihrer Atmung bewusst Einfluss zu nehmen auf Ihr Wohlbefinden. Es reicht, wenn Sie beginnen, auf eine für Sie förderliche Art und Weise zu atmen. Und das in Millisekunden…. Wenn Sie Ihre Ernährung umstellen oder Sport treiben wollen, müssen Sie für die Verbesserung mit deutlich mehr Aufwand in Vorleistung treten. Wenn Sie Ihre Atmung bewusst im Augenblick verändern, verändert sich augenblicklich die Körperchemie. Sie können Ihre Atmung auch langfristig umstellen, so dass Sie automatisch (auch nachts) in einer für Sie förderlichen Art und Weise atmen. Dazu brauchen Sie die Bereitschaft, sich mit Ihrem Atemmuster auseinanderzusetzen, was am besten in persönlicher Begleitung gelingt. Sie lernen Schritt für Schritt die notwendigen Übungen kennen. Je nach Ihrer individuellen Ausgangslage, Ihrer Motivation und Ihrem Ziel werden die Termine und Übungen persönlich für Sie ausgewählt. Sie können tiefer oder flacher atmen, länger oder kürzer ein- oder ausatmen oder die Luft lange anhalten ... Meistens wird momentan die entspannende, reduzierte Atmung benötigt (s. Blog: Weniger ist mehr). Hier finden Sie weitere Infos zur Atemtherapie. In einem Telefonat oder einer E-Mail können wir vorab klären, ob und in welchem Ausmaß die Atemtherapie für Sie sinnvoll erscheint. KONTAKT. Sie können mit folgenden Atemübungen beginnen: 1) Atmen Sie ausschließlich durch die Nase ein und aus, auch beim Treppensteigen oder bei Belastung. Wenn nötig machen Sie einen Augenblick Pause bis Sie mit Nasenatmung weitergehen können. 2) Versuchen Sie leise, sanft und friedvoll zu atmen. Wenn Das nicht geht, machen Sie eine kleine Pause (von was auch immer Sie gerade tun oder denken) und versuchen Sie es erneut. 3) Halten Sie - nach Ihren persönlichen Möglichkeiten - immer mal wieder die Luft an. Das kann kurz für 1 - 2 Sekunden oder auch mehrere lang Sekunden sein. Wichtig: Halten Sie die Luft nur solange an, dass Sie anschließend, wenn Sie wieder atmen, weiterhin durch die Nase ein- und ausatmen können. In einem Telefonat oder einer E-Mail können wir vorab klären, ob und in welchem Ausmaß die Atemtherapie für Sie sinnvoll erscheint. Viel Freude damit.
von Sharema Dr. Börger 30. Dezember 2024
Viel Atmen als Ursache von Beschwerden oder Krankheiten ist keine Modeerfindung oder Spinnerei. Es kann als Hyperventilationssyndrom mit bestimmten Symptomen in der ICD 10 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) unter F 45… somatoforme Stöungen oder unter R06 Störungen der Atmung gefunden werden. Es werden zwei Formen unterschieden: die akute und die chronische Hyperventilation. Die akute Form des Hyperventilationssyndroms ist recht bekannt: Ausgelöst durch psychische Belastungen, beispielsweise eine schlechte Nachricht oder eine stress- oder angstauslösende Situation beginnt die Person tief und schnell zu atmen. Dies führt zu vielfältigen Symptomen. Hier ist nur eine kleine Auswahl aufgeführt: „Kribbeln“ oder Taubheitsgefühle an Armen und Beinen, Benommenheit, Schwindel; Magen-Darm-Beschwerden, Müdigkeit/Schläfrigkeit, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Schwitzen, Kältegefühl bis hin zu ängstlich-depressiven Stimmungslagen oder Ohnmacht. Das schnelle und tiefe Atmen führt zu einer Verminderung des CO2 im Blut. Dies produziert o.g. Symptome. Im akuten Hyperventilationsanfall sind die Symptome schnell und heftig und die Diagnose ist meist schnell klar. Als therapeutische Erstmaßnahme wird meist das beruhigende Eingehen auf den Patienten und das Atmen in eine Tüte, die über Mund und Nase gezogen wird, empfohlen. Das chronische Hyperventilationssyndrom ist nicht so einfach zu diagnostizieren. Hier zeigen sich eher unspezifische Symptome. Laut Ärzteblatt (Dt Ärztebl 1999; 96: A-694-697, [Heft 11]) zählen zu den Leitsymptomen der chronischen Hyperventilation: - "Schwindelgefühle (kein Dreh- oder Schwankschwindel!), - thorakale Beschwerden, - kalte Extremitäten sowie - psychische Symptome wie Müdigkeit, Angst und Nervosität …“. Daneben gibt es weitere Beschwerden, die seltener auftreten und nicht zu den Leitlinien gerechnet werden. Die Diagnosestellung bei chronischer Hyperventilation ist nicht ganz so leicht: Akute Anfälle kommen nicht vor. Der Körper hat sich an einen leicht erniedrigten pCO2 gewöhnt und produziert eben immer wieder unspezifische Symptome, s.o. Diese stören den alltäglichen Ablauf mehr oder weniger stark. Die körperliche Abklärung der unspezifischen Symptome bei verschiedenen Ärzten, bleibt meistens ohne konkreten Befund. Wenn hier der Fokus auf den Atem gerichtet wird, kann man fündig werden. Wie wird die Diagnose des Hyperventilationssysndroms gestellt? Ein Blutgansanalyse mit der Bestimmung des pCO2 bringt wohl die genauesten Ergebnisse, doch ist diese Messung sehr aufwändig und wird eher im Bereich der Notfallmedizin genutzt. Über eine Anamnese, Erkennen von Atemmustern, die Durchführung einer VNS-Analyse und Atemanhaltetests ist es möglich, hinreichend gute Hinweise auf eine Hyperventilation zu bekommen., Nach meiner Erfahrung atmen viele Menschen zu viel, so dass viele Menschen - auch ohne manifeste Diagnose eines Hyperventilationssyndroms von der Atemtherapie profitieren. Die Atemtherapie Die Atemtherapie beginnt individuell, je nach Konstitution und Ziel (in Einzelsitzungen oder Seminaren). Mit Entspannungs- und Atemübungen, sowie unterstützenden Verfahren, wie beispielsweise Akupunktur, lernen Sie wieder ruhig, langsam und friedvoll zu atmen - auch in stressigen Situationen…. Bei Fragen melden Sie sich gern telefonisch oder über das Kontaktformular.
von Sharema Dr. Börger 17. Dezember 2024
Wir Menschen leben momentan in einer aufregenden Zeit. Sie ist so erfüllt mit Ereignissen, dass es kaum möglich ist, nicht in einem Stressprofil zu sein. So ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Menschen ausgelaugt und müde fühlen, denn das Nerven-und Energiesystem wird unnötig belastet. Gesundheitliche Probleme oder sogar manifeste Krankheiten können auftreten. Auf Zellebene arbeitet der Körper auf Hochtouren und versucht, so viel Energie bereitzustellen, wie irgendwie möglich. Häufig führt dies auf Dauer zur Überforderung der Zelle. Besonders die Mitochondrien leiden. Mitochondrien werden die „Energiekraftwerke“ der Zelle genannt, weil sie mit Hilfe von Sauerstoff und weiteren Substanzen ATP herstellen. ATP kann als Universalbrennstoff für unseren Körper bezeichnet werden. Wir „verbrennen“ ATP bei allen unbewussten und bewussten Vorgängen, wie beispielsweise Herzschlag, Atmung, Verdauung, Temperaturregulierung oder bewusst ausgeführten Bewegungen. Bei Überlastung der Mitochondrien kann nur weniger ATP hergestellt werden. Kein Wunder, dass der Mensch sich müde und ausgelaugt fühlt. Mit IHHT, auch „Höhentraining“ genannt, gibt es eine Möglichkeit, die Energieproduktion in den Körperzellen zu erhöhen. Sie müssen jetzt allerdings nicht auf die Berge klettern, sondern Sie sitzen entspannt in einem Sessel in der Praxis. Das Klettern übernimmt eine Maschine für Sie, indem „Höhenluft“ bereitgestellt wird. Der Körper reagiert auf Zellebene, indem er alte, nicht mehr so gut funktionierende Mitochondrien abbaut und durch neue, frische Mitochondrien ersetzt. Diese können wieder reichlich ATP aufbauen. So steht wieder mehr „Brennstoff“ bereit und die Energieversorgung funktioniert besser. Nach absolviertem Training wird häufig die Rückmeldung gegeben, sich wieder energiereicher zu fühlen oder besser zu schlafen … Hier finden Sie weitere Infos zum Höhentraining. Hier finden Sie weitere Infos zum Thema Atemtherapie.
von Sharema Dr. Börger 1. Dezember 2024
Körperliche Gesundheit zeigt sich durch gesunde Zellen mit einer guten Regulationsfähigkeit . Hier sind die wichtigsten Parameter aus meiner Sicht:
von Sharema Dr. Börger 21. November 2024
Haben Sie jemals darüber nachgedacht, wie die momentane Lage mit ständig neuen Hiobsbotschaften unsere Gesundheit beeinflusst?
von Sharema Dr. Börger 16. November 2024
Egal wie Sie sich fühlen, erschöpft, gestresst, genervt, ohnmächtig, wütend.... Wenn Sie willentlich LÄCHELN, auch wenn Ihnen nicht nach LÄCHELN zumute ist, ziehen Sie Ihre Mundwinkel nach oben und halten Sie sie eine ganze Weile im Lächeln.
von Sharema Dr. Börger 10. Oktober 2024
Es gibt mehrere Möglichkeiten, einen erhöhten Blutdruck alternativ (mit) zu behandeln....
von Sharema Dr. Börger 6. August 2024
Wenn der Körper STOPP sagt, ist es höchste Zeit, die Segel neu zu setzen
von Sharema Dr. Börger 22. Juli 2024
Hand aufs Herz! Können Sie solch eine Treppe mühelos hinauflaufen (in moderatem Tempo)? Steigen Sie Treppen noch so mühelos hinauf wie früher? Haben Sie genug „Luft“? Oder sind Sie aus der Puste? 
von Sharema Dr. Börger 13. Juni 2024
Eine Ernährungsumstellung reicht oft nicht aus...
von Sharema Dr. Börger 22. Mai 2024
Warum "weniger" atmen für unseren Körper sinnvoll ist: erfahren Sie hier mehr über die Hintergründe unserer Atmung ...
von Sharema Dr. Börger 20. Mai 2024
Kennen Sie das? Nach einer stressigen Zeit steht die eigene Erholung endlich auf dem Plan - doch die langersehnte Ruhe will sich nicht einstellen ...
von Sharema Dr. Börger 1. Dezember 2023
Emotionale Freiheit ist kein Zufall, sondern fällt zu, wenn auf eine bestimmte Art und Weise gedacht, gefühlt und gehandelt wird.
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